Helfer und Unterstützer

Gute Geister im Hintergrund

Sie verzichten auf den Liegestuhl an der italienischen Riviera oder verschieben kurzerhand den Familienbesuch zu Pfingsten. Und auch wenn die Sonne in Moosburg gnadenlos den Arbeitsplatz aufheizt; dann stehen sie mehr als sechs Stunden am Grill oder servieren hunderte von Essen in der Mensa an Gäste aus aller Welt. Die Eltern und Geschwister unserer kleinen Moosburger Kicker sind schon eine ganz besondere Spezies. Denn wann immer der Isar Cup ruft... Sie sind sie am Start.

„Ohne die tatkräftige Mithilfe der Eltern würde es uns nie gelingen, ein Turnier dieses Ausmaßes zu stemmen“, lobt Michael Huber, Jugendleiter vom FC Moosburg die Unterstützung der sportbegeisterten Mütter und Väter. Dem kann Roland Koch vom TSV Moosburg nur zustimmen. Doch die vielen, vielen Helferlein wissen ganz genau was sie tun, werden die Erlöse rund um das Mega-Turnier doch wieder in den Jugendbereich der beteiligten Vereine re-investiert.

Außerdem gibt es neben der Schufterei eine ganze Menge zu erleben. „Am Grill kommen sich Jung und Alt nicht nur näher; da sitzt auch jeder Handgriff. Es ist einfach ein tolles Team-Erlebnis“, berichtet Petra Renneke stolz, die bereits im vierten Jahr in Folge an der Grillstation auf dem FC-Gelände die Kochschürze schnürt. „Besonders lustig wird es, unseren ausländischen Gästen das deutsche Pfandmodell zu erklären. Im babylonischen Sprachengewirr auch gerne mal mit Händen und Füßen.“

Und auch die Moosburger Jugend kann dem Geschehen nur Positives abgewinnen. „Das ist doch eine prima Gelegenheit, die in der Schule angelernten Sprachkenntnisse (in Englisch und Französisch – Anm. der Red.) zu vertiefen“, freut sich Tabea Schmoldt (16), die nicht gezögert hat, 2016 wieder anzutreten. „Ein Tag“, so verrät sie, habe sie schon Anfang des Jahres zugesagt. „Aber dann habe ich nicht lange gezögert und mich gleich wieder fürs gesamte Wochenende eingetragen.“

Was der Gymnasiastin ebenfalls gefällt, ist das Zusammentreffen mit unterschiedlichen Kulturen. „Ich verstehe nicht, wie man zum Frühstück schon Pommes bestellen kann“, verrät sie lächelnd, „aber der Gast ist halt König“. Lobende Worte hat Petra Renneke für die Geduld der anwesenden Spieler und Betreuer. „Wenn nahezu zeitgleich 25 Portionen Pommes und Chicken Nuggets bestellt werden, warten alle geduldig und vor allem sehr, sehr freundlich ab.“

Bei mehr als 1,000 Gästen ist es daher auch nicht verwunderlich, welche Mengen an Lebensmittel und Getränken beim Isar-Cup verputzt werden. Michael Huber verrät: „Mit mehr als einer halbe Tonne Pommes, fast 3,000 Wurst- und Steaksemmeln, 2 Spanferkeln sowie fast 9,000 Litern an Getränken, ist das auch für die Logistik natürlich eine Riesen-Herausforderung.“

Na dann. Lasst es Euch schmecken und genießt das Isar-Cup-Wochenende – auf und neben den Plätzen. Auf ein friedliches Fußball-Fest!

Fotos: Lars Schmoldt